Weit, wild, traumhaft schön und voller Hoffnung! Südafrikas raue und unberührte Natur ist ebenso facettenreich wie die harten Kanten seiner Geschichte. Norman ist derzeit vor Ort und buchstabiert das Land aus erster Reihe. Teil I (A-L) könnte ihr hier nachlesen! Heute Teil II, von M-andela bis Z-usammengefasst!

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M-ANDELA SEI DANK! 27 Jahre verbrachte Nelson Mandela (verstorben am 5. Dezember 2013 im Alter von 94), führender Anti-Apartheid-Kämpfer in politischer Haft und wurde selbst vom US-Präsidenten Ronald Reagan sowie der britischen Premierministerin Margaret Thatcher als Terrorist bezeichnet bevor ihm 1993 der Friedensnobelpreis verliehen wurde. Zwischenzeitlich hatte Mandela, der sicherlich viele Gründe hatte, die Weißen nicht zu schätzen, „Alle Menschen, die die Apartheid aufgegeben haben…“ zur Mitarbeit an einem „ … nichtrassistischen geeinten und demokratischen Südafrika mit allgemeinen, freien Wahlen und Stimmrecht für alle“ eingeladen und damit den Grundstein der Politik der Versöhnung gelegt.

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N-ICHT VERGESSEN: NACKTBADEN IST STRAFBAR. Daher alles gut, solange Willi und die Zwillinge im Dunkeln planschen.

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O-CEAN & ANDERE CUISINE: Wie heißt es doch: „Um ein Land richtig zu kennen, muss man die Küche genießen.“ Klingt nach harter Arbeit bei einer elfsprachigen Nation – doch ist’s in Wahrheit ein reiner Gaumenschmaus. Südafrika hat das Beste aus den kulinarischen Einflüssen und der Kochkünste aus Europa, Asien und Afrika zu einem unvergleichlichen Mahl vermischt.

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P-REISE: Sagen wir mal so, ob Gourmetschnauze oder Adrenalinjunkie, Tramper oder Luxustraveler, Besucher Südafrikas werden weder zum Geld verprassen noch zum Sparen genötigt. Eine Tatsache ist jedoch unumstößlich: Im Dauerrausch durch Südafrika, hat angesichts der billigen Alkoholpreise nur wenig mit den traumhaften Landschaften zu tun. Hoch die Gläser! Cheers.

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Q-UALLEN: An vielen Stränden sind sie zu finden, 5 cm große ballonartige Quallen mit langen blauen Fäden, die „Bluebottles“. Tönt erstmals ganz nett, ist aber giftig: das austretende hochkonzentriertes Nesselgift ruft starke Schmerzen und Hautreizungen beim Drauftreten hervor. Ein Blick nach unten kann daher nicht schaden.

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R-ICH? DANN HIER ENTLANG: CLIFTON & CAMPS-BAY Unterhalb des Lion’s Head, dem kleinen Bruder des Tafelbergs, mit seinen vier Stränden, brilliert die Region im Glanze des Berges und gilt längst als Kapstadts Copacabana. Die kleine Gemeinde der Villenbesitzer und deren Besucher befolgen klare Regeln: Familien und Hunde nach links, Models und sonstige Astralbodys nach rechts, jugendliches Gemüse bitte in die Mitte. Gemeinsamkeit: Geld und gutes Aussehen ist überall willkommen. Abends besucht man sich dann gegenseitig in der Villa, hängt in der Strandbar „Bangaloo“ ab oder verfolgt den Sonnenuntergang im angesagten, vollverglasten Restaurant „Salt“.

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S-AFARI: DAKTARI LÄSST GRÜSSEN! Die Einwohner Südafrikas sind stolz auf ihre Tiere. Natur und Artenschutz werden großgeschrieben und wer genau hinsieht, erkennt eine gar solidarische Besonderheit: Südafrikaner verharmlosen die Natur nicht, halten kaum eigene Vierbeiner und verzichten auf Flora innerhalb der eigenen Räumlichkeiten als symbolisches Statement ihrer Liebe zur Umwelt. Ferner wird jeder Ranger auf die Frage, wie viele Tiere sich in Nationalpark aufhalten nur mit Stillschweigen antworten, um attraktive Ballungszentren von Tierarten für Wilderer zu vermeiden. Und jeder, der um 06:00 Uhr morgens im Kruger, Kgalagadi-, oder Pilanesberg Nationalpark die Big Five aus nächster Nähe beobachtet hat, wird bezeugen, dass dieser Moment heilig ist.

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T-OWN SHIPS: „Close the Window, it smells really bad.“ – sagte der Fahrer, während er im Überholvorgang durch die Townships von Kapstadt einen LKW passierte. Und obwohl in Südafrika längst nicht mehr alles schwarz oder weiß ist, die knallharten Kontraste zwischen Arm und Reich bekommt der Besucher unlängst nach der Landung zu spüren. Mit Größenausmaßen von mittleren bis gewaltigen Metall-Städten sind die Blechsiedlungen nicht nur die traurigen Zeugen der Apartheid, sondern symbolisieren gleichermaßen die blutige Schulter des Tafelbergs, dem Wahrzeichen des Landes. Als größte Townships gelten die Siedlungen in Soweto (South Western Townships), ein Stadtteil von Johannesburg in der Provinz Gauteng, Mdantsane in Nachbarschaft zur Industrie- und Hafenstadt East London sowie der Stadtteil Cato Manor in Durban.

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U-EBELST SPORTLICH: Beim Surfen, im Fußballstadion, auf dem Rad, im Dauerlauf beim Hiken oder im Fallschirm hängend in der Luft, ganz klar, dieses Land ist eine Sport-Nation. Doch kaum ein Afrikaner wird vergessen, als Nelson Mandela bei der Rugby-Weltmeister persönlich im Springbok Trikot die Trophäe an dem Kapitän Francois Pienaar überreichte. Ein Traum wurde wahr: Südafrika Weltmeister, unglaublich! Es war mehr als ein unerwarteter Sieg, es war der Abgesang und zugleich der Auftakt in eine neue Liga und die Position als sportliches Schlusslicht war endgültig passé.

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V-ERKEHR: Trotz aller europäischer Gewohnheiten, die jederzeit herzlich willkommen sind, werden all jene, die im Kreisverkehr rechts abbiegen wollen, postwendend ihr blaues Wunder erleben. In Südafrika herrscht Linksverkehr.

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W-ASSER: 3.000 km Traumstände – besonders entlang der Garden Route und um Kapstadt herum. Einzig irritierend sind latent aufkreuzende Haiwarnschilder und der sogenannte Benguela-Strom, der selbst im Sommer die Wassertemperaturen auf Nordsee-Niveau runterfrostet.

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X-HOSA: Klicken, schnalzen, zischen als Mittel der Verständigung, Turbanähnliche Kopfbedeckungen als alternatives Signal in Sachen Beziehungsstatus und Malereien im Gesicht als Schmuck und Sonnenschutz, so sind sie – die Xhosa. Zweifelsohne hinterlässt kaum ein Volk so viele Fragezeichen wie die Frauen und Männer des Stammes Xhosa. Zwar ist die Völkergruppe mittlerweile im ganzen Land angesiedelt, ihr Hauptsiedlungsgebiet liegt jedoch in der Provinz Eastern Cape.

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Y-ES: I will definitely come back! Und auch du solltest schleunigst deine Sachen packen!

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Z-USAMMENGEFASST: Es ist die nie gekannte Weite, der abenteuerliche Zeitsprung in die Wildnis und der freie Fall aus Leben und Freiheit wie man ihn in Europa nicht mehr kennt. Drum erlebe Südafrika, das Nebeneinander der Kulturen und sprich mit so vielen Menschen wie möglich, selbst auf die Gefahr hin, mal nichts zu verstehen.