Von allen südostasiatischen Ländern ist Myanmar noch das am wenig bereiste Land in der Region. Doch warum eigentlich? Schließlich hat das „Goldene Land“ in vielerlei Hinsicht echte Highlights zu bieten! Ein paar interessante Fakten stellen wir euch schon mal in unserem i-ref Wiki vor.


1. Myanmar oder Burma? Bis in den 80er Jahren war der südostasiatische Staat vor allem als „Burma“ (bzw. im Deutschen“Birma“) bekannt, schließlich war das die offizielle Bezeichnung der damaligen britischen Kolonie. 1989 beschloss die herrschende Militärdiktatur die Namenänderung zu „Myanmar“, die jedoch nicht von allen Ländern aufgrund der politischen Konflikte akzeptiert wurde.

2. Im Volksmund wird Myanmar auch „Goldenes Land“ genannt: Der romantische Name kommt durch die mit Gold überzogenen Pagoden, die sich hier in Vielzahl auffinden lassen. Die bekannteste befindet sich in Yangon, die „Shwedagon Pagode“ mit 105 Metern.

3. Yangon ist übrigens NICHT die Hauptstadt von Myanmar: Auch wenn Yangon mit über 5 Millionen Einwohnern die größte Stadt Myanmars ist, ist die 2005 gebaute Großstadt Naypyidaw die Hauptstadt Myanmars. In der modernsten Stadt des Landes leben trotzdem nur ca. 1,3 Mio. Einwohner.

4. In Myanmar leben über 135 ethnische Volksgruppen, die ca. 60 verschiedene Sprachen sprechen. Selbst die Bundesländer sind nach den Hauptethnien benannt, wie z.B. der Chin- oder Kayin-Staat, in dem auch die Padaung-Frauen leben, die für ihren goldenen Halsschmuck bekannt sind.

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5. Der „Longyi“ ist ein wickelrockähnliches Kleidungsstück der sowohl von Frauen als auch Männern getragen wird. Damit ist Myanmar der einzige Staat in Südostasien, in dem traditionelle Kleidung im Alltag getragen wird.

6. Vor allem die weibliche Bevölkerung benutzt eine gelbe Paste aus Baumrinde um sich vor der strahlenden Sonne zu schützen. „Thanaka“ soll außerdem gegen ölige Haut schützen.

7. Ein Drittel aller asiatischen Elefanten leben in Myanmar. Davon sind etwa 5.000 wildlebende Elefanten in Dschungeln unbewohnten Regionen und ca. 4.000 domestiziert.

8. Der Nationalsport in Myanmar heißt „Chinlone“: Dieser verbindet Sport und Tanz, ohne dass es ein gegnerisches Team gibt. Dabei geht es nicht ums gewinnen oder verlieren, sondern wer die Sportart „am Schönsten“ beherrscht.

9. Während man in anderen Ländern an der Bar die Hand hebt um die Aufmerksamkeit des Barkeepers zu bekommen werden in Myanmar zwei bis drei Kussgeräusche gemacht. Die Geste soll gar nicht offensiv wirken, ist für westliche Touristen aber vielleicht etwas ungewohnt.

10. Myanmar ist mit Liberia und den USA das einzige Land, welches eine eigenes Einheitssystem für Maßeinheiten benutzt. So ist z.B. ein „Dain“ ca. 3,9 km.