Als der Berliner Fotograf Daniel Reiter Anfang des Jahres nach Äthiopien reiste, sollte er eigentlich eine Reportage zu einem ganz anderen Thema fotografieren. Während seiner Recherchen stieß er dann aber unerwartet auf eine kleine, langsam wachsende Skateboarding-Community in der Hauptstadt Addis Abeba und damit auf ein zweites Motiv, für das es sich lohnte nach Äthiopien zu reisen.

Vor der Abreise packte er so viele Klamotten und ausrangierte Decks ein, wie er tragen konnte und traf- nach einigen kommunikativen Querelen- ein wenig später als geplant auf die Crew aus Kids und Jugendlichen in Addis Abeba, unter denen er die Schätze verteilen und fotografieren konnte.

Die Fotoreihe, die im Laufe dieser Reise entstand und im Sommer in Berlin ausgestellt wurde, ist nicht nur Einblick in eine sich entwickelnde Szene, sondern vor allem Hinweis auf die Bedeutsamkeit der kleinen Schritte: Jedes Skateboard eröffnet den Jugendlichen einen unbeschwerten Raum der Freude und Sorglosigkeit. Auch deshalb hat Daniel Reiter beschlossen, das Netzwerk Ethiopia Skate, das es sich zum Ziel gesetzt hat, junge Locals mit internationalen Skateboardern in Kontakt zu bringen und die Skateboard-Kultur in dem afrikanischen Land voranzutreiben, auch weiterhin zu unterstützen und eine umfassende Dokumentation zu drehen.

Zwar wurde die Crowdfunding-Kampagne bereits erfolgreich abgeschlossen, wer dennoch weiter zum Projekt beitragen möchte, kann die Prints auch direkt bei Daniel bestellen. Der Erlös fliest zu 100% in Skate-Equipment für die Kids in Addis Abeba.

Alle Fotos © Daniel Reiter

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