Neues Jahr, neues Glück, neues Reiseziel: Während manche sich stringente Neujahrsvorsätze überlegen, erträumen wir uns Destinationen, die wir 2018 gerne besuchen würden. Ob inspiriert von Freunden, einem Bild, einer Geschichte oder langjähriger Lebenstraum: Wir präsentieren euch unsere persönlichen Highlights für dieses Jahr:


Julia: Myanmar


Das erste Bild, was man oft mit Myanmar assoziiert, ist die romantische Kulisse von Bagan. Schwebende Heißluftballons kreisen um die Stadt der 1000 Pagoden im Sonnenuntergang. Mein Interesse an diesem geheimnisvollen Land wurde durch eine Dokumentation des Regisseurs Andreas Hartmann geweckt, der einen spannenden Film über buddhistische Punks gedreht hat. Das Land steckt voller Kontraste; die Unberührtheit vieler Regionen versus die langsamen Öffnung gegenüber Touristen. Die alten und doch prachtvollen Kolonialbauten der größten Stadt Yangon, die versteckten Bergdörfer im burmesischen Kachin-Staat oder Strände ohne einen Menschen weit und breit vor der Andaman-See: Was in anderen südostasiatischen Ländern zähneknirschend Luxushotels und Wolkenkratzern weichen muss, kann man in Myanmar in Hülle und Fülle erleben.

Erst seit der Freilassung der birmanischen Politikerin Aung San Suu Kyi rückte Myanmar in das Visier der Reisewelt, davor galt die Einreise besonders für Individualtouristen als schwierig.  Im Gegensatz zum Nachbarland Thailand findet man hier noch relativ wenige westliche Einflüsse sieht sich nicht McDonalds, großen Shopping Malls etc. ausgesetzt wie im Nachbarland Thailand. Über 135 Ethnien und indigene Völker sind im Land östlich von Indien zuhause. Gerade durch den noch geringen Touristenansturm soll die burmesische Bevölkerung Touristen sehr wohl gesonnen sein. Außerdem gilt Myanmar als eines der sichersten asiatischen Länder für alleinreisende Frauen, was mich überaus euphorisch macht. Am 24. Januar ist es nämlich so weit: Nur mit einem Backpack-Rucksack bewaffnet werde ich mich auf eine fünfwöchige Reise nach Myanmar begeben.


 

Martin: American Roadtrips


Zum Ende des Jahres 2016 hatte ich mir für 2017 einen guten Vorsatz: Mindestens einen Weekend Trip pro Monat. Während ich dem Ziel zu Beginn des Jahres noch gut gerecht wurde, sah es in der zweiten Hälfte schon etwas mau aus. 2018 soll sich das hoffentlich ändern und neben den ersten geplanten Wochenendtrips nach Budapest, Lissabon und Venedig sind 2018 natürlich auch wieder größere Reisen in Planung: Es treibt mich Richtung Westen über den großen Teich.

Während das eine Ziel etwas nördlicher liegt, liegt das andere noch westlicher. Wohin es mich letztendlich verschlagen wird bleibt noch ungewiss. Gewiss ist allerdings, dass ich die Destination meines Herzens nach meinem ersten wirklichen Roadtrip 2017 auch wieder mit dem Auto oder Camper bereisen werde.

Ziel Nummer eins ist so beliebt wie hochfrequentiert: Sunshine State Calfornia. Jeder schwärmt davon, jeder war schon da. Mit einer Ausnahme: Ich. Zu gerne würde einmal mit dem Auto von der Golden Gate Bridge in San Francisco in die Stadt der Engel Los Angeles fahren. Nicht nur, dass für mich beide Städte für sich schon ihren Reiz haben. Auf dem Weg von Frisco nach L.A. reihen sich die Naturwunder wie an einer Perlenkette: Big Sur, Grand Canyon, Death Valley und der Yosemite National Park sind in wenigen Stunden erreichbar und sorgen für die ordentliche Portion Natur neben den beiden Städten.

Ein Ziel welches allerdings noch weiter vorne auf meiner Liste steht ist eindeutig Kanada, das Land der Seen und Wälder. Der Film „Into The Wild“ hat zwar spätestens allen Weltenbummlern da draußen gezeigt, was dieses Land an unbändiger Schönheit zu bieten hat, doch haben sich wohl die wenigsten von uns schon dahin verirrt. 2018 könnte dieser Traum für mich wahr werden und obendrein könnte ich meine Großcousine erstmals seit 20 Jahren in Winnipeg besuchen. Let’s hope!


 

Mona: Capri, Italien


2018 möchte ich nutzen um so viel von Europa zu entdecken wie nur möglich. Wahrscheinlich werde ich das neben dem Agenturleben mit mehreren verlängerten Wochenenden realisieren müssen, da einfach viel zu viele europäische Städte auf meiner Liste stehen. Zwar sind diese Städte – Rom, Porto, Athen, Kopenhagen, mein All-Time Favorit London und Barcelona natürlich keine heißen Geheimtipps mehr, aber mich zieht es dennoch viel mehr raus aus Berlin als ich es sonst gewohnt bin. Liegt wahrscheinlich an meiner endlich – fast – überwundenen Flugangst.

Nichtsdestotrotz habe ich meinem Liebsten einen „langen“ Sommerurlaub versprochen, der Favorit ist im Moment: Capri. Die kleine italienische Insel vor der Küste Neapels hat mich sehr in ihren Bann gezogen. Die Insel hat zwar den scheußlichen Caprihosen ihren Namen gegeben, aber hier kann sicher jeder einfach mal abschalten und „La Dolce Vita“ in vollen Zügen genießen. Was mich besonders reizt: Allein schon die Ankunft im Marina Grande soll atemberaubend sein. Von hier aus geht es nachdem mit der Seilbahn hinauf in die Stadt, von wo aus man die Insel erkunden kann.

Riechen soll es überall nach Wacholder, Myrte und Zitronenbäumen was mein Herz hier im trüben Berlin, das momentan eher wie eine Kloake anmutet auf jeden Fall sehr viel höher schlagen lässt. Das weniger touristische Anacapri soll weitaus authentischer sein von wo es auch auf den Monte Solaro geht. Von diesem höchsten Punkt der Insel soll man einen fantastischen Blick über die Insel und das Meer haben – ich bin dann mal Koffer packen!


 

Viki: Tokio, Japan


Man sagt, Tokio sei eine Weltstadt in der Tradition auf Hypermoderne trifft – ein spannender Kontrast der mich schon lange neugierig macht. Die Bevölkerungsdichte von 2.744 Einwohner pro Quadratkilometer finde ich in der Tat ein bisschen verrückt, allerdings stelle ich mir Wohnraum und Architektur ausgerichtet auf so viele Menschen sehr faszinierend vor. Und da ich mir für 2018 vorgenommen habe im Bezug auf Reisen auch mal wieder was zu wagen, ist Tokio die perfekte Destination für meinen urbanen Abenteuerurlaub. Ich will die bunten Straßen Shinjukus erkunden, in kleinen Restaurants abseits des Trubels japanische Spezialitäten kosten und versuchen auf eigene Faust die Stadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten zu erkunden…
In diesem Sinne: 東京に行こう!