3 Jahre, 8 Monate und 20 Tage (1975-79) dauerte die Schreckensherrschaft von Pol Pot, die das Land ins Mittelalter zurück versetzte. 3.3 Millionen Kambodschaner wurden auf grausamste Weise gefoltert und ermordet – dies entspricht etwa 40-45% der Gesamtbevölkerung. 80% der Bevölkerung ist heute unter 20 Jahre alt und 70% der Frauen sind Witwen.

Wenn man sich diese Zahlen vor Augen führt, die Killing Fields oder das S21-Genozid-Museum besucht kann man (oder ich zumindest) nicht ganz nachvollziehen mit welch einer überwältigenden/ansteckenden Freundlichkeit man überall (!) in Kambodscha empfangen wird. Ob es nun die ältere Dame vom Straßenimbiss, der TukTuk-Fahrer oder der zahnlose Mönch auf dem Moped ist – es wird gelächelt was das Zeug hält…

Durch Privatinitiativen, wie etwa New Hope Cambodia, wird vor allem die Bildung im eigenen Land wieder gefördert (Pol Pot hatte es vor allem auf die „Gebildeten“ – also Professoren, Lehrer, Ärzte oder Leute mit Brille – abgesehen).

Innerhalb von nur fünf Jahren hat es New Hope geschafft einen Komplex aus Schule, kleinem Krankenhaus, Apotheke, Näherei und Restaurant zu errichten.  Mit viel Freude und Engagement leisten Freiwillige aus der ganzen Welt fantastische Arbeit.

Ein grandioser Teilaspekt des Reisens ist – meiner Meinung nach – das Gefühl des Filmmomentes, den man mit gewissen Umgebungen/Situationen/Orten verbindet. Ob es die Fahrt auf dem klapprigen Drahtesel durch die Reisfelder in Vietnam war (okay, bei Julia Roberts war es Bali…trotzdem), die Kajakfahrt in Halong Bay, bei der ich jede Minute damit gerechnet habe, dass Captain Jack Sparrow mit seiner Black Pearl um die Ecke schippert oder eben die atemberaubenden Tempel von Angkor, in denen schon Angelina ihr Unwesen getrieben hat.

Nach einem unbeschreiblichen Sonnenaufgang in Angkor Wat – was für mich der beste Abschied aus einem Land mit großer Kultur, beeindruckenden Landschaften und wunderbar warmherzigen Menschen war – ging es Richtung thailändische Grenze.

Über WELTLING

Teresa, 25, packt ihre Siebensachen und macht sich auf große Reise. In 10 Stationen führt sie ihr Weg über 4 Kontinente einmal um den Globus. Für i-ref berichtet sie in Schrift und Bild regelmäßig von ihrem großen Abenteuer.