09
Feb
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#throwback – Love is not for propaganda!


Heute vor genau einem Jahr. Eine Flamme. Eine Regenbogenflamme mitten in Berlin. Ein Ort der Begegnung. Der Aufklärung. Eine Flamme, die durch ihr Strahlen etwas Licht in die Dunkelheit um die Anti-Homosexuellen-Propaganda-Gesetzgebung in Russland gebracht hat. Viele hatten und haben keine Ahnung, was immer noch in Russland los ist. Wir haben die Menschen gefragt: Hast Du schon gehört was gerade in Russland passiert? Hast Du schon gehört, was gerade in Uganda, in Nigeria, in Indien und in vielen anderen Ländern passiert? Hast Du schon gehört, was gerade in Baden-Württemberg passiert?

Eine Flamme mitten in Berlin. Mitten am Potsdamer Platz. Diese Flamme brannte über den gesamten Zeitraum der Olympischen Winterspiele in Sotschi.

Die RAINBOW FLAME mitten in Berlin. Eine Dauer-Mahnwache, 16 Tage und 15 Nächte. 24 Stunden am Tag. Insgesamt 385 Stunden. 1155 erforderliche Mahnwachen. 1600 registrierte Mahnwachen.

Menschen aus ganz Europa haben insgesamt 31.070 Euro für die Realisierung der RAINBOW FLAME gespendet. Nach Abzug aller Kosten für die RAINBOW FLAME, sind 9.740 Euro übrig geblieben. Wir haben 4.740 Euro an die russische Organisation LGBTI Network Russia gespendet und 5.000 Euro gingen an Quarteera e.V.

Die Hymne „Love Is Not For Propaganda“, gesungen von Shon Abram, Romy Haag, Stefan Kuschner und Wilhelmine Schneider wurde erstmalig live bei der Entfachung der RAINBOW FLAME am 7. Februar 2014 dargeboten, bei der auch das gleichnamige Musikvideo gedreht wurde.

 Das Stück stammt aus der Feder von Sebastian Pagel und Florian Ludewig, der schon für das Duo „Malediva“ schrieb, der Text vom Berliner Autor Johannes Kram. Alle Einnahmen werden LGBTI*-Projekten in Russland zur Verfügung gestellt.

Heute möchten wir uns noch einmal daran erinnern, was die RAINBOW FLAME mit uns allen gemacht hat. Und wie wir heute darüber denken. Jede/r für sich und alle zusammen.

Denn Solidarität mit einer unterdrückten Gruppe darf nicht aufhören, solange auch nur ein Mensch weiterhin leidet. Darum ist es umso wichtiger, dass wir gerade jetzt weiterhin Solidarität zeigen mit allen Menschen, die in über 76 Länder immer noch wegen ihrer Homosexualität und Trans*sexualität strafrechtlich verfolgt werden. Deshalb müssen wir jetzt noch enger zusammenstehen.

Jeder von uns hat ein Stück Verantwortung zu tragen, damit die Situation der betroffenen Menschen so wird, wie es schon immer hätte sein müssen. Die Zukunft Baden-Württembergs hängt von uns allen ab. Das Leben der LGBTI* in Russland, Saudi-Arabien oder Uganda wird nur eines Menschen würdig werden, wenn wir uns wie Schutzschilde aufstellen. Wenn wir sie weiterhin begleiten. Wenn wir unsere Stimmen dann nutzen, wenn sie zum Schweigen gezwungen werden.

“Gemeinsame Erinnerungen sind manchmal die besten Friedensstifter” sagte mal der französische Autor Marcel Proust. Heute erinnern wir uns an die emotionale Zeit der RAINBOW FLAME und sind voller Hoffnung, dass wir gemeinsam noch sehr viel erreichen werden.

 

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