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Es ist vollbracht: Nach weiteren 6 Stunden Flug, drei Stunden Highway, drei Stunden querfeldein und Übernachtung im Van, erreichten wir um 05:00 Uhr in der Früh den Nationalpark Torres del Paine in Patagonien.

Noch komplett zerschossen wackelten wir in Richtung Bett und schliefen gerade mal drei Stunden, da um 9:30 Uhr bereits der erste Programmpunkt starten sollte. Noch halb in Trance weckten mich um 08:30 Uhr die ersten Sonnenstrahlen. Beim Blick aus dem Fenster traute ich meinen Augen nicht: „Hallo Patagonien, hallo Südamerika, du wunderbar grünes, saftiges und sonnentrunkenes Land!“ Dazu ein Bergmassiv, einzigartig in seiner Formation und eine Tierwelt, die in Europa kaum einer in den Bergen findet. Möge der Tag beginnen. Müdigkeit Adé.

Patagonien bezeichnet den Teil Südamerikas, der sich südlich der Flüsse Río Colorado in Argentinien und Río Bío Bío in Chile, sowie nördlich der Magellanstraße befindet. Eine genaue, festgelegte Abgrenzung gibt es jedoch nicht. Dass wir allerdings nicht unweit von der Antarktis entfernt sind, ist allgegenwärtig seh- und spürbar. Patagonien ist ein bekannter Name für ein wenig bekanntes Land am südlichen «Ende der Welt», das seinen ganz eigenen Zauber inne hat. Von den Städten des einstigen Woll-Booms bis zu den Gletschern und Gipfeln der Nationalparks entfaltet sich eine der letzten ursprünglich gebliebenen Regionen der Welt.

Die drei steil in den Himmel ragenden Granitspitzen Torres del Paine sind das wohl bekannteste Bild Chiles. Dieser Nationalpark ist das unbestrittene Highlight Patagoniens. Die nördliche Grenze des Parks ist durch gewaltige Gletscher gekennzeichnet. Hier endet das gigantische «Südliche Eisfeld». Der Grey-Gletscher schmilzt dort langsam in den gleichnamigen See hinein und produziert fantastische Eisberge in allen Grün- und Blautönen. Der Park ist Heimat für eine Vielzahl von Wildtieren: Guanakos, Nandus und Hunderte von Vogelarten, einschließlich des Kondors, leben hier.

Der Tagesausflug zum Grey-Gletscher stand als erstes auf dem Programm: In einer groß angelegten Tour durchstreiften wir zuerst den kompletten Nationalpark, bevor wir gegen Mittag den Lago Grey erreichten. Drei Stunden dauerte die Fahrt auf dem See, bis sich vor unseren Augen das Eismassiv des Grey Glacier auftat. Ein wahrhaft magischer Moment: Dieses blaue, kristalline Eis, Millionen von Tonnen schwer, wie es sich im Sonnenlicht auf dem See spiegelt. Einmal mehr wurde mir bewusst, wie unglaublich die Welt ist, wie selten wir in besonderen Momenten verharren, sie genießen und realisieren wo wir gerade sind.

Doch damit nicht genug: Zurück auf dem Festland, glich die Heimfahrt eher einem surrealen Reiseprospekt als einer Tour durch die Berge. Von Straußen über Guanakos (Lama-ähnliche Geschöpfe) bis hin zum König der Anden, dem Puma, war alles dabei. Einer streift in diesem Moment sogar noch irgendwo vorm Fester meiner Unterkunft, dem Hotel Las Torres, umher. „Puma im Garten!“ Irgendwie nicht zu glauben und doch so wahr. Chile, du bringst mich um den Verstand. Ich danke für diesen großartigen Tag.

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KOOPERATION

Vielen Dank an Turismo Chile für die Einladung zu dieser Reise!

Unser Dank geht an die LATAM Airlines Group für das Ermöglichen dieser Reise!

Wir bedanken uns bei dem Boutique Hotel Rugendas, dem Hotel Las Torres, dem Hotel Remota und dem Explora Atacama Hotel für ihre Gastfreundschaft!