Sobald die letzten Feuerwerke im dunklen Sternenhimmel erloschen sind , das letzte Stück Fleisch des Fondues verputzt ist und die letzten Gäste die Silvesterparty verlassen haben ist es Zeit sich zu fragen: Was kommt 2017? Was soll sich verändern? Wohin wird es mich dieses Jahr treiben?

Ein ganz so neuer Vorsatz, eine ganz so neue Lebensveränderung ist es zwar nicht, aber die i-ref Redaktion ist sich sicher: 2017 ist das Jahr des Reisens! Also mal wieder, aber natürlich mit vielen neuen, spannenden Destinationen. Ob nah oder fern, exotisch oder heimisch, ländlich oder kosmopolitisch – Wir fühlen uns überall auf der Welt zuhause und sind allzeit bereit für neue Abenteuer. Und hier präsentieren wir euch unsere 2017-Wish-List, also die Orte, die wir dieses Jahr ganz besonders ins Visier nehmen wollen.


1. DETROIT

Bis in die 1960er Jahre war Detroit die Hochburg der Automobilindustrie in den USA. Die „Big Three“, also General Motors, Ford und Chrysler hatten hier ihren Hauptsitz und schufen damalige Träume auf vier Rädern. Doch nach der sinkenden Nachfrage und der voranschreitenden Deindustrialisierung verloren viele Menschen ihre Arbeitsplätze und die Kriminalitätsrate stieg. Viele Jahre hatte Detroit das Image einer verlassenen Geisterstadt, als 35% des ehemaligen Stadtgebiets unbewohnt waren. Doch die Stadt ist wieder im Umbruch – Durch die sehr günstigen Lebensbedingungen lockt Detroit immer mehr Junge und Kreative an, die in den verlassenen Häusern ihre Ateliers, Bars, Clubs und andere kreative Hotspots eröffnen. Nirgendwo sonst wird gerade die Stadtgeschichte neu geschrieben wie hier. Und wir wollen hautnah dabei sein, wie künstlerischer Esprit die verkommene Geisterstadt zum neuen Leben erweckt.


2. MONGOLEI

Die Mongolei gehört wohl zu einer der letzten natürlichen und unberührten Landschaften Asiens. Gezeichnet durch weitgehende Steppenlandschaften (die Mongolei besitzt die größte zusammenhängende Steppenlandschaft der Welt), kristallklaren Flüssen im Norden des Landes und im Süden durch die Wüste Gobi, der sechstgrößten Wüste der Welt, wird die Mongolei bereichert durch einzigartige Naturschauspiele. Wer eine Auszeit von Modernisierung, Digitalisierung und grundsätzlicher Zivilisation braucht, sollte wie ein wahrer Steppenwolf durch die imposanten Landschaften der Mongolei ziehen, in denen die Zeit wie stehengeblieben scheint.


3. JORDANIEN

Über die Weihnachtsfeiertage hat sich Norman dieses Fleckchen Erde zu seinem besinnlichen Domizil gemacht und schrieb uns tagtäglich in hochlobenden Worten und wahrscheinlich genauso leuchtenden Augen von der Schönheit dieses Landes. Im Gegensatz zu vielen seiner Nachbarländer ist in Jordanien die politische Lage noch weitestgehend stabil, sodass man nicht viel von politischen Unruhen zu spüren bekommt. So kann man sich voll und ganz auf die beeindruckende Geschichte des Landes konzentrieren: So erstreckte sich Rund um den Fluss Jordan, der an der Grenze zu Israel verläuft, das biblische Heilige Land. In Jordanien etwa befindet sich die Taufstelle Jesu, das (vermutete) Grab Mose und die Städte Sodom und Gomorrha. Von der Altertümlichkeit des Landes kann die verlassene Felsenstadt Petra ebenfalls ein Lied singen, die auch schon seit über 2000 Jahren imposant aus ewigem Gestein herausragt.


4. URUGUAY 

Uruguay wird auch als das „europäischste Land Südamerikas“ bezeichnet. Dies liegt nicht nur an der Architektur der Hauptstadt Montevideo, die in manchen Vierteln sehr den westlichen Metropolen Madrid, Paris oder Budapest ähnelt, sondern auch an der wirtschaftlichen und sozialen Stabilität des Landes, die für den Kontinent nicht unbedingt selbstverständlich ist. Auch in der politischen Gesetzeslage hat Uruguay durch Legalisierung von Cannabis, gleichgeschlechtlichen Ehen und Abtreibungsrecht die Nase definitiv vorn. Zwischen seinen riesigen Nachbarstaaten Brasilien und Argentinien erscheint das kleinste Land Südamerikas noch ein wenig winziger, doch es gibt absolut keinen Grund, sich klein machen zu müssen. Uruguay, 2017 wird dein Jahr!


5. KOLUMBIEN

Von blutigen Drogenkriegen und schmutzigen Machenschaften ein halbes Jahrhundert lang geprägt, avanciert sich Kolumbien ebenfalls langsam zum Vorzeigeland Südamerikas. Erst 2016 wurde der 52 Jahre andauernde Bürgerkrieg beendet, sodass das Land erst langsam die ersten Schritte gen Freiheit macht. Nach jahrelanger Unterdrückung wird mehr den je die Lebenslust und Aufbruchstimmung spürbar, die gut behütet unter der Decke aus Gewalt den Touristen verborgen blieb. Dabei ist das Land im Norden von Südamerika ideal für Backpacker und Abenteurer geeignet, die nicht an jeder Straßenecke Seinesgleichen begegnen wollen. Zwischen Routen, die aus „Indiana Jones“-Filmen stammen können und zwischen der tobenden Hauptstadt Bogotá findet jeder Liebhaber des Lebens seinen Platz.


6. UGANDA 

Wenn „Gorillas im Nebel“ Realität wird – Kein Wildtier ist wohl so bekannt für die vielfältige Tierwelt Ugandas wie die sogenannten Berggorillas. Doch auch andere Tiere lohnt es sich im ostafrikanischen Staat genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn die Safaritouren durch einen der unzähligen Nationalparks stehen den Touren im Nachbarland Tansania absolut nichts nach. Ob riesige Flusspferde, anmutige Löwen oder das Wappentier Ugandas, der Kronenkranich – Sie alle verleihen der Savannenlandschaft einen lebendigen Esprit. Und ehe man sich versieht, ist man inmitten der Vulkanlandschaft der Virunga-Vulkane. Dann erblickt man die zwei eisüberdeckten Fünftausender im Ruwenzori-Gebirge. Und schließlich landet man in trockenen Halbwüsten, überseht mit skurrilen Inselbergen, die wie aus dem Nichts aus der flachen Landschaft emporschießen. Die „Perle Afrikas“ strotzt nur so von kontrastreichen Landschaften!


7. BHUTAN

Allein schon der Begriff „Bruttosozialglück“ lässt unsere Herzen höher schlagen, denn in einer Zeit der ständigen Selbstoptimerung und finanziellen Höchstleistungen wäre diese Art von Währung definitiv eine erholsame Innovation. Und genau diese gibt es im versteckten Königreich Bhutan im Himalaya-Gebirge, einem Land mit gerade mal 700.000 Einwohnern. Hier steht Glück und Meditation auf dem Stundenplan, Zigaretten sind im ganzen Land verboten, man glaubt an magische Fabelwesen, es gibt kaum Zäune. 60% des Landes sind mit Wald bedeckt, hinter jeder Ecke erwarte einen die nächste spannende Sage über das kleine Land zwischen Indien und China. Bhutans Landesgeschichte ist der Stoff, aus dem Träume sind.