So, ihr Lieben. Ein bisschen habt ihr uns beide hier ja schon kennen gelernt.

Damit ihr nicht nur über uns, sondern auch über unsere Heimat, Südtirol, etwas mehr erfahrt, nehmen wir euch mit ins Meraner Land. Und zwar direkt zu unseren Lieblingsorten.

Beginnen wir mit mir, Franzi. Ich komme ja eigentlich gar nicht aus Meran, sondern aus einer anderen Ecke Südtirols. Dem mediterranen Süden. Erst vor knapp einem Jahr hat es mich nach Meran verschlagen. Nicht gerade ans andere Ende der Welt, schon klar.

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Während Barbara im Meraner Land geboren ist, sozusagen ein echter Insider, taste ich mich langsam vor und lerne Meran und seine Seitentäler immer besser kennen. Barbara wird euch ihre Lieblingsorte in den nächsten Tagen zeigen, heute nehme ich euch mit zu meinen Lieblingsorten. 5 Plätze in und um Meran, die ich für mich entdeckt habe:

1. Die Gilfschlucht

Grün, erfrischend, wild. Kaum zu glauben, dass diese enge, felsige Schlucht nur zehn Gehminuten vom eleganten Kleinstadtzentrum Merans entfernt liegt. Für mich immer wieder ein Ort, an dem ich entspannen kann, aufatme, meine Gedanken mit dem rauschenden Wasser den Fluss hinunter schicke und mir die frische Luft des Wassers ins Gesicht wehen lasse. Ich spaziere vom Thermenplatz über die Winterpromenade mit der romantischen Wandelhalle über einen Kiesweg. Schon hüllt mich das üppige Grün der Gilfpromenade ein, Parkbänke mit poetischen Zitaten verraten, dass sich hier bereits bekannte Dichter wie Kafka oder Morgenstern gern aufgehalten haben. Das Wasser schnellt durch die enge Schlucht bis es ins weite Flussbett mündet und den gemächlichen Weg durch die Stadt antritt.

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2. Im ewigen Eis

Das Knirschen des Schnees unter den zackigen Schneeschuhen und der regelmäßige Atem sind die einzig wahrnehmbaren Geräusche. Nach einer Schneeschuhwanderung über das Plateau des Schnalstaler Gletschers auf 3.000 m Höhe schlüpfe ich hinter dem Bergführer durch eine Eisspalte. Vor mir breitet sich das ewige Eis aus. Die Eishöhle schimmert in unzähligen Tönen von Weiß und Blau. Das Eis scheint starr, doch zugleich in seinen bizarren Formen geschmeidig und beweglich. Ein unbeschreiblich schöner Anblick.

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3. Der Panorama Blockbuster

Nur kurz wandere ich vom Ausgangspunkt in Vöran durch einen verwunschenen Märchenwald. Schon erreiche ich den wohl schönsten Aussichtspunkt im Meraner Land. Der Bozner Künstler Franz Messner hat 30 Kinosessel aus Stahl und Kastanienholz vor die Bergkulisse positioniert. Der Blick vom Knottnkino aus reicht von Bozen bis nach Meran und die vielen Seitentäler, von den Dolomiten über den Naturpark Texelgruppe bis in die Ötztaler Alpen. Platz nehmen, zurücklehnen und in die Fern blicken. Der Film läuft.

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4. Sonnenaufgang auf der Laugenspitze

Noch im Dunkeln breche ich auf. Meine Stirnlampe wirft nur einen schmalen Lichtkegel in die Nacht. Schritt für Schritt nähere ich mich meinem Ziel, dem Gipfel des Großen Laugen am Deutschnonsberg. Auf einem schmalen Steig überquere ich Wald und Almwiesen im frischen Morgentau und gelange schließlich ohne allzu große Anstrengung zum 2.432 m hohen Gipfel. Ich setze mich, mein Atem wird langsam ruhiger. Gebannt blicke ich in die Dämmerung bis sich die Sonne majestätisch hinter den Berggipfel erhebt und das ganze Tal zu meinen Füßen zu neuem Leben erwacht.

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5. Vom mittelalterlichen Stadtkern zum Künstlerviertel von Meran

Verwinkelt, stimmungsvoll, romantisch und etwas melancholisch. Die Stimmung im Steinachviertel ist anders als im restlichen Meran. Mitten im Zentrum, von der Pfarrkirche aus, führen mich die engen Gassen in das kleine, verwinkelte Stadtviertel. Alte, verschnörkelte Straßenlaternen, Erker und Bögen, bunte Graffiti neben verblassenden Schriften auf bröckelndem Verputz. Wo im Mittelalter einst das Stadtzentrum lag, Handwerker ihre traditionellen Läden öffneten, treffe ich heute auf ein Künstleratelier, eine Schneiderin, einen Secondhand Laden, den Ost-West-Club. Meran ganz ohne Schnickschnack, wie es früher einmal war.

So, das war unser erster gemeinsamer Ausflug ins Meraner Land. Barbara wird euch in einigen Tagen mit auf ihre Tour nehmen.