Das Wetter wird schlechter und Netflix macht asozial. Zeit, ins Kino zu gehen. Wir sagen euch Film für Film, für welchen der Streifen sich der Weg ins Lichtspielhaus lohnt. Teil 1 ab:


The Transporter Refueled (läuft bereits)

Um was geht’s?

Wie nahezu jedes halbwegs erfolgreiche Franchise, erfährt auch der Transporter ein Reboot. Allerdings ohne Jason Statham und dafür mit „Ich spiel mal lieber etwas mehr“ Ed Skrein, dessen mit Adrenalin vollgepumpter Kurierfahrer bereits im Trailer wie der größte fahrende Kotzbrocken der Filmgeschichte rüberkommt. Dagegen wirkt der Schrotflintentrucker aus Easy Rider fast sympathisch.

Lohnt es sich?

Bereits die Statham-Filme waren eher überlange Werbeclips für Autos und fallen unter das Label „Nur für Fans“. Von der nachgetankten Version sollte man die Finger lassen.


The Visit (24.September)

Um was geht’s?

M. Night Shyamalan (The Sixth Sense, The Village) hat nach minder erfolgreichen Ausflügen in andere Genres wieder einen Horror-Film gedreht. Im Found-Footage-Stil erzählt er die Geschichte einer Gruppe von Stadtkindern, deren Ausflug zum Haus der Großmutter so richtig schief geht. Auch wenn noch nicht viel über den Film bekannt ist, so scheint die Großmutter an einer Form von halluzinatorischer Demenz zu leiden, die sie zur Mörderin macht. Im Trailer bittet sie eines der Kinder, in den Ofen zu steigen, was ungute Grimmsche Assoziationen hervorruft.

Lohnt es sich?

Schwer zu sagen. Unter den letzten Shyamalan-Streifen waren einige Flops, aber das Thema sollte ihm liegen. Außerdem produziert mit Jason Blum (Paranormal Activity) jemand, der sich aufs billige, aber wirkungsvolle Schocken versteht. Unterhaltsam sollte es allemal werden.


Black Mass (15.Oktober)

Um was geht’s?

Johnny Depp spielt Whitey Bulger, einen notorischen Gangster aus South Boston. Eine Variation dieses Charakters hat bereits Jack Nicholson in The Departed gegeben und auch der Rest der Besetzungsliste liest sich wie aus dem Abspann eines Scorsese-Films. Benedict Cumberbatch, Joel Edgerton, Dakota Johnson, Kevin Bacon, Peter Sarsgaard und Adam Scott sind darunter. Regisseur Scott Cooper (Out of the Furnace, Crazy Heart) ist bereit für seinen ersten großen Hit.

Lohnt es sich?

Johnny Depp hat seit gefühlt 20 Jahren keinen guten Film mehr gedreht. Angeblich schaut er sich seine eigenen Werke überhaupt nicht mehr an. Dieser Film könnte eine Wende markieren. Unbedingt ansehen!


A Walk in the Woods (15. Oktober)


Um was geht’s?

Robert Redford und Nick Nolte laufen durch den Wald.

Lohnt es sich?

Klar.


Ich seh, ich seh (24. Oktober)


Um was geht’s?

Als die Mutter der Zwillingsbrüder Lukas und Elias mit bandagiertem Gesicht aus dem Krankenhaus entlassen wird, erkennen die Jungen sie nicht nur wegen des Kopfverbandes nicht wieder. Auch ihr Verhalten erinnert so gar nicht an die Frau, auf die sie gewartet haben. Der österreichische Schocker erzählt die Geschichte der fremden Mutter als Amalgam aus moderner Horror-Story und Grimmschen Märchen und wurde auf dem Filmfest von Toronto bereits gefeiert.

Lohnt es sich?

Wer sich nach dem Trailer noch traut, sollte ihn sehen, ihn sehen.