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Nachdem Franzi euch letztes Mal ihre Lieblingsorte in Meran und drumherum gezeigt hat, bin ich heute dran. Ich bin gespannt, ob ihr einige davon schon kennt… And here we go:


1. Die „Königsloge“

Ich sage euch: so eine Aussicht habt ihr nicht jeden Tag! Oberhalb vom Dorf Lana gibt es eine kleine Kirche, die St. Hippolyt Kirche. Das Kirchlein erreicht man über einen schmalen Waldweg. Es liegt dermaßen exponiert, dass man von da aus 40 weitere Schlösser und Burgen sieht. Dort zu sitzen fühlt sich wirklich an, als säße man in einer Königsloge. „Man bringe mir frisches Obst und lasse mich in Ruhe die Aussicht genießen!“ „Sehr wohl, verehrte Königin.“

St. Hippolyt Kirche in Lana


2. Kein Haus am See, dafür eine Hütte im Schnee

Letzten Winter habe ich ein Plätzchen entdeckt, das romantischer nicht sein könnte: Lazins. Die kleine Lazinser Hütte liegt im hintersten Passeiertal. Da es wirklich gaaanz weit hinten liegt, hat es im Winter sehr viel Schnee. Zusammen mit ein paar Freunden haben wir uns eine Pferdekutsche gemietet und sind in der Abenddämmerung samt Fackeln, kuscheligen Decken und bimmelnden Glöckchen durch den Wald bis zur Hütte gefahren. Märchenhaft!

Lazins im Passeiertal


3. Der Japanische Garten in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Klingt genauso herrschaftlich, wie es ist. Schloss Trauttmansdorff war drei Mal die Winter-Residenz der Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn, heute bekannt als „Sissi“. Vor einigen Jahren wurde rund um das Schloss ein Garten angelegt, der eine Fläche von 12 ha hat. Das sind 24 Fußballfelder, oder so. Jedenfalls befinden sich im Garten zahlreiche Gartenlandschaften aus aller Welt. Und einer meiner Lieblingsorte befindet sich genau da: im Japanischen Garten hinter dem Schloss. Er besteht aus einem kleinen Holzhäuschen, ein paar japanischen Pflanzen und einem kleinen Fluss, der durch den Garten fließt. Da sich die meisten Besucher am Seerosenteich hinsetzen, habe ich das Flüsschen meist ganz für mich allein. Also: Schuhe aus, Füße ins Wasser, Chi durch sich hindurchziehen lassen und Yin und Yang ins Gleichgewicht bringen!

Japanischer Garten in Trauttmansdorff


4. St. Helena

Im Ultental, einem der ursprünglichsten Täler in ganz Südtirol, liegt auf einem Waldhügel die Kirche von St. Helena. Die Gehzeit vom Dorf St. Pankraz aus beträgt 2,5 h. Wandermuffel erreichen es vom Parkplatz aus in nur ca. 20 min. Mitten im Wald steht sie vor einem, als würde sie eigentlich nicht hier her gehören. Direkt daneben gibt es ein kleines Gasthaus. Nur Selbstgemachtes, so wie sich das gehört. Und das allerbeste daran: die Blaubeeren für den Nachtisch kann man sich einfach mal schnell selbst pflücken, fast vom eigenen Stuhl aus und direkt in den Mund. Gnam gnam.

St. Helena im Ultental


5. Last but not least: Unter den Linden

Jaja, nicht nur in Berlin kann man unter den Linden weilen. In Meran gibt es sogar die längste Lindenallee Europas! Das führt mich auch schon direkt zu meinem letzten Lieblingsort gleich parallel zur Allee: der Park der Therme Meran. Mein Lieblingsplätzchen befindet sich ganz am Ende des Parks, hinter dem Teich. Dort gibt es nur mehr Bäume und Sträucher. Das schönste daran ist aber die Sicht auf die Therme: Ein schlichter Glaskubus, dahinter die gewaltigen Berge, die bis auf 3.000 Metern Höhe schießen. Tipp: Im Mai kann man unten schon baden und sieht oben noch den Schnee auf den Gipfeln.

Therme Meran

Das waren sie, meine Lieblingsorte rund um Meran. Mehr aus der Region folgt in Kürze. Soviel vorab: es geht um Verliebtheit, Gaumenfreuden und Tarzan:-)