Ja, der Typ auf dem Fotos sieht heiß aus! Wer möchte da nicht sofort auf die Alm ziehen? Dazu aber später mehr…

Vorab: Ich liebe es, zu reisen. Erfahrungen in fremden Ländern und Kulturen rücken das eigene Selbstbild immer mal wieder gerade. Was ich dagegen immer weniger mag, ist die Planung vorab. Sicher, bei Reisezielen in den Dschungel oder zum Nordpol ist eine gute Reisevorbereitung unerlässlich und wichtig. Doch bei Urlauben ans Meer oder in die Alpen ist das Risiko relativ gering, an Erfrierungen zu sterben, weil man das nächste Krankenhaus nicht kennt oder von einer giftigen Schlange gebissen zu werden und kein Gegengift zu besitzen.

Umso dankbarer bin ich also über eine neue App aus Südtirol, die einem mal wirklich eine echte Hilfe bei der spontanen Vor-Ort-Planung ist. Sie heißt: „Echte Qualität am Berg“ und informiert den User zu genau dieser: Authentische und echte Qualität im Essen und der Umgebung auf einer Almhütte in den Südtiroler Bergen.

Da ich in Südtirol lebe, kenne ich viele Almen schon. Dennoch brauche ich etwas Inspiration. Der Tag ist schön und ich habe Zeit. Ich will mich bewegen. Keine Monster-Gipfel-Tour, aber eine kleine Wanderung zu einer schönen Hütte mit gutem Essen darf‘s schon sein.

Die App besitze ich schon seit ein paar Wochen, für euch möchte ich sie aber Schritt für Schritt erklären.

Schritt 1: App kostenlos herunterladen
Schritt 2: App öffnen und sich gleich über ein schönes Bild aus Südtirol freuen. ***freu***
Schritt 3: Wählen: Klicke ich zuerst auf Hütten, Touren oder Rezepte? Ich entscheide mich für die Hütten, denn nicht der Weg ist heute das Ziel, sondern das Ziel ist das Ziel!

Ich scrolle ein bisschen durch die Liste der knapp 50 Hütten und lese Namen wie:

Berggasthof Gsteier – Zwischen Himmel und Erde
Berggasthof Talbauer – Aussicht! Aussicht! Aussicht
Felixer Alm – Am See
Fiechtalm – Die Käsemacher
Gasthof Waldbichl – Wiesenidylle
Gompm Alm – Immer was los
Schutzhütte Schöne Aussicht – der Knödelmacher

Klingt alles ziemlich gut und ein paar Hütten kenne ich bereits. Bei Helli auf der Gompm Alm (siehe oben, hehe) ist in der Tat immer was los, vor allem auf der Lounge-Wiese mit Jazzmusik. Beim Talbauer bekommt man genau das: eine geniale Aussicht direkt auf Meran und wer einmal die Knödel von Paul in der Schönen Aussicht im Schnalstal gegessen hat, ist sowieso für sein Leben verdorben.

Ich habe Lust auf einen superguten Kaiserschmarrn und wähle die Gompm Alm. In der App erfahre ich einiges über die Alm, seinen Besitzer Helli (by the way der feschste Almwirt, den es gibt) und finde einen Auszug aus der Speisekarte.

Direkt darunter bekomme ich zwei Tourenvorschläge, über welche Wege ich die Alm erreichen kann, samt Dauer der Wanderung, Länge der Strecke und Höhenmeter. Die Tour wird zudem noch ausführlich beschrieben und ich erfahre sogar, mit welchen öffentlichen Verkehrsmitteln ich den Startpunkt erreichen kann. Als ich zum Punkt „Empfohlene Ausrüstung“ komme, ertappe ich mich, wie ich tatsächlich die Sonnencreme vergessen hätte. App sei Dank!

So! Rucksack gepackt, Sonnencreme verstaut, App gecheckt! In Saltaus im Passeiertal geht es mit der Hirzer Seilbahn bis zur Mittelstation, von da aus direkt zur Alm. Instinktiv hole ich nach einer Bahnfahrt immer erst mal tief Luft. Ist wohl noch ein Überbleibsel aus der Kindheit: „Riechst du die gute frische Luft, Schätzchen?“ (Ganz ehrlich, als Kind hab ich nichts gerochen, doch jetzt, ich schwör’s, rieche ich es auch!)

Auf dem Weg zur Gompm Alm geht’s durch den Wald, vorbei an einem kleinen Bergbach und zwei Kühen, die selig auf der Wiese stehen. Klingt kitschig, is’ aber so. Nach 1,5 Stunden sichte ich dann bereits die Gompm Alm. Nichts wie hin zur Hütte mit Südtirols next Top-Almwirt und meinem lang ersehnten Kaiserschmarrn…