Guten Morgen aus Meran, der letzte Tag steht an und wenn es tatsächlich kein Traum war, habe ich den gestrigen Abend ernsthaft in einem Bergwerk verbracht.

Was steht heute an? Achso, Spa? Gute Idee! Wir starten mit der Dampfsauna, danach ein Heu-Bad und einem Sprung ins kühle Nass im Infinity Pool vom Küglerhof. Zwischendurch natürlich viel Ingwerwasser, Ruhe und reichlich Detox-Tee, schließlich gilt es heute ordentlich alkoholische Restbestände auszuschwitzen und der nächste Hugo lässt bestimmt nicht lange auf sich warten.

Gesagt getan: Eine Stunde später fuhren wir mit Europas zweitältester Drahtseilbahn hoch ins vigilius, Südtirols ganzer Stolz in Sachen Designhotellerie und stießen – WHOOP – erst mal an, bevor wir das einmalige Gebäude inspizierten. Das vigilius liegt direkt neben einer Bergstation und ist ausschließlich über die Seilbahn oder zu Fuß erreichbar. Als Architekt zeichnet Matteo Thun verantwortlich. Von außen unverkennbar ist die perfekte Integration aus Bergwelt und Hotel: Natürliche Ressourcen, wie beispielsweise drei Nadelbäume wurden nicht etwa abgeholzt, nein, das vigilius wurde quasi herumgebaut errichtet. Gleiches gilt auch für das Interior: gekennzeichnet von naturbelassenem Lärchenholz, Lehmwänden und Naturstein kann der Gast kaum unterscheiden wo die frische Luft nun herkommt. Zudem gibt es im Hotel keine Fernsehgeräte oder sonstige technische Störenfriede – Internet wird abgeschaltet. Ein etwas anderes Detox, den so mancher Großstädter zwingend nötig hätte.

Doch lassen wir die Kirche im Dorf: Falls irgendwer gerade Panik bekommt, auf ausdrücklichen Wunsch, wird sowohl ein TV Gerät ins Zimmer gestellt als auch W-LAN eingerichtet – die nächste Twittermeldung ist also nicht in Gefahr.

Ein 30-minütiger Rundgang später erreichen wir die traditionell gestaltete Wirtschaft des Hauses, eines der zwei Restaurants des Hotels, und genießen ein kurzes aber nicht weniger beeindruckendes Abendessen mit Reh, Ziegenfrischkäseschaum und dem obligatorischen Hugo.

Mit Yann Thiersen durch den letzten Abend in Meran

Zu guter Letzt wurde jetzt mal stressig: Im Kurhaus Meran lagen bereits Karten für den Weltinterpreten Yann Thiersen bereit. Den meisten unter euch ist er sicher durch seine Filmmusik aus „Die fabelhafte Welt der Amélie“ und „Good-bye Lenin“ bekannt. Besser hätte der Tag nicht enden können.