Sie gehören zu Großbritanien wie schwarzer Tee oder die Queen – die Rede ist von Schuluniformen. Zwar sind Schuluniformen eine mehrere Jahrzehnte gepflegte Tradition, dennoch ist der Ursprung dieses kulturellen Erbes kaum nachvollziehbar. Auch in Deutschland wurde ein umstrittenes Gesetz zur Einführung einer Kleidungspflicht jahrelang heiß diskutiert und schließlich totgeschwiegen. In den letzten Tagen kochte die bundesweite Diskussion um Hotpants, bauchfreie Shirts und andere knappe Kleidung an Schulen allerdings erneut auf. Eine Realschule in Horb beschloss das Verbot von eben jener Kleidung. Mit einer knappen Mehrheit von 51 Prozent Befürworten laut einer Umfrage schließlich die Mehrheit der Deutschen ein Verbot knapper Kleidung an weiterführenden Schulen. Doch warum gehören Hotpants nun eigentlich verboten – wir kennen die fünf ausschlaggebenden Gründe. Doch Achtung, dieser Artikel kann Spuren von Ironie und Zynismus enthalten.


1. Blasenentzündungen adé!

Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen. Viele Frauen kennen dieses Problem. Mit einem allgemeinen Hotpant-Verbot kann nicht nur vielen Frauen geholfen werden, sondern auch die Krankenkassen werden entlastet. Bleib gesund liebe Frauenwelt!

2. Sonnenbrand, auch du – mach’s gut!

Sommer, Sonne, Sonnenbrand. Viele kennen das Problem mit der großen gelben Kugel am Firmament. Sommersprossen, Leberflecken und ein paar Jahre später: Hautkrebs. Da hilft auch Sonnencreme kaum mehr. Kurze Stöffchen an Armen, Bauch und Beinen machen es nicht besser. Weite Shirts und bodenlange Kleidung helfen vor gefährlicher Sonneneinstrahlung und halten die Haut jung und frisch. Weiß doch jeder!

3. Endlich wieder aufmerksame Schüler im Unterricht

Nicht nur der ein oder andere Lehrer kann sich bei so viel Körperfreiheit schwer auf den Unterricht konzentrieren. Auch die pickeligen, Zahnspange tragenden und pubertierenden Jungs haben ihre Hormone kaum im Griff. Mit einem Verbot knapper Kleidung kehrt sie endlich wieder ein – Ruhe im Unterricht. Der Bildungsgrad wird steigen, die Abgänger erreichen einen besseren Abschluss und Deutschland wird die PISA Studie endlich auch mal anführen. Yeah!

4. Zurück in die 50er – Frauen an den Herd

Was haben wir sie vermisst: Mit einem allgemeinen Verbot von knapper Kleidung für Frauen kehren wir endlich in die goldenen 50er Jahre zurück. Meinungsfreiheit, Frauenrechte und Emanzipation werden ohnehin überbewertet. Seit wann bestimmt schon eine Frau, was sie zu tragen hat? Und wenn wir schon einmal dabei sind: Frauen aus der Chefetage zurück an die Herde!

5. Vorwürfe der Schuld an sexueller Belästigung gehören der Vergangenheit an

„Liebe Damenwelt. Also mal ganz ehrlich – wenn ihr so viel Haut zeigt, braucht ihr euch nicht wundern wenn … Wir sind doch auch nur Männer.“ Wer kennt es nicht – das Todschlagargument für sexuelle Belästigung und Übergriffe auf Frauen? Mit allumfassend körperbedeckter Kleidung kann der Frau wohl zukünftig dieser Vorwurf kaum mehr gemacht werden. Win win.

 

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