Die Geschichte von Saroo Munshi Khan klingt wie ein abenteuerliches Hollywood-Märchen, doch basiert sie auf den wahren Begebenheiten seiner Kindheit. Mit fünf Jahren ist Saroo mit seinem älteren Bruder in einer indischen Stadt, zwei Stunden von seiner Heimatstadt unterwegs. Die beiden wollen in einen Passagierzug gen Zuhause umsteigen. Doch hier passiert das Fatale: Saroo glaubt, seinen Bruder in einem Zug zu sehen, steigt ein und fällt aus Müdigkeit direkt in einen tiefen Schlaf. Als er aufwacht, ist er komplett allein im Zug und hat nicht die geringste Ahnung, wohin der Zug ihn fährt. Als er schließlich in der Millionenstadt Kalkutta aussteigen kann, versucht er mit allen Mitteln nach Hause zu kommen. Doch da er nicht den Namen, Adresse ode jegliche anderen Informationen über seine Heimatstadt verfügt, hat er keine Chance, zurück zu seiner Familie zu gelangen.

Nach einer Weile als Straßenkind in den Straßen Kalkuttas wird er zur Adoption freigegeben und wird von einer australischen Familie mit nach Tasmanien genommen. Dort wächst er auf und lernt Englisch, doch stets denkt er an seine Familie. Als er als Erwachsener den Online-Kartendienst Google Maps entdeckt, schöpft er erstmals Hoffnung: Durch ungefähre Berechnungen kombiniert er die Zeit, in der er schlief mit den Kilometern, die er vermutlich zurückgelegt hat. In Tasmanien verfolgt er online die Strecke der Bahngleise aus Kalkutta und findet nach mehreren Jahren Internet-Suche ihm bekannte Landschaften und Stadtstrukturen auf Google Maps. Er kontaktiert den Administrator der Facebookseite der Stadt und dieser bestätigt seine Vermutung – Er hat sein Zuhause gefunden.

Zusammen mit Google Maps hat Saroo schon 2013 aus seiner unglaublichen Lebensgeschichte einen Film gemacht. Nun kommt wirklich ein Hollywood-Märchen, basierend auf den Begebenheiten, in die Kinos. Dieses wurde für mehrere Awards ausgezeichnet und ist seit Februar 2017 in deutschen Kinos.

Offizieller Trailer von „Lion“: