Richard Renaldi hat eine besondere Faszination für Menschen und fotografiert daher vorzugsweise Unbekannte auf der Straße. Aus diesem Interesse entstand 2007 auch das Projekt „Touching Strangers„. Der Amerikaner sprach Fremde auf der Straße an und bat sie, miteinander für ein Bild zu posieren. Sprich, zwei Personen, die einander nicht kennen, sollen sich umarmen oder an der Hand halten. Egal wie, Hauptsache sie berührten einander.

Unschwer, sich vorzustellen, wie schwer diese Aufgabe den Porträtierten fiel. Wie schwer es ist, die Hemmung zu vergessen und sich auf das komplett unbekannte Gegenüber einzulassen. Man sieht ihren Gesichtern und Gesten an, wie groß die Hemmung ist. Doch das ist auch gewünscht, denn die Bilder sollen Menschen zusammenbringen und uns über unser Verhältnis zu Fremden nachdenken lassen, gerade in Zeiten, da das Fremde näher liegt, denn je.

2014 ist diese großartige Serie in einem Buch erschienen. Außerdem ist jeder dazu aufgerufen, unter dem Hashtag #touchingstrangers seine eigenen Bilder über Instagram oder Facebook mit Richard und der Welt zu teilen.

Alle Bilder © Richard Renaldi

 

 

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