Julian Dörr_Top5.001

Zur Ehrenrettung des meist unterschätzen Instruments der Popgeschichte: Die fünf besten Saxophon-Soli – abgesehen von „Careless Whisper“.

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5. Phil Collins – One More Night

Ja, sicher. Phil Collins ist der Rubikon des geschmackssicheren Pop-Connaisseurs. Hat man aber einmal diesen Strom aus Hall und Kitsch und Pathos durchschritten, wird man mit einem Saxophon-Solo belohnt, zu dem einsame Trinker am Tresen heimlich ins Bier heulen.

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4. The Rolling Stones – Waiting On A Friend

Vergiss die Girls, wir haben uns! Mick Jaggers Liebeserklärung an Keith Richards. Oder umgekehrt. Egal. Solange Sonny Rollins’ Saxophon die schönste Bromance des Pop umtänzelt.

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3. Herbert Grönemeyer – Bochum

Ein Solo so blechern, arbeitsgrau und klischeehaft wie der größte deutsche Popsong aller Zeiten. Ja, richtig gelesen. Und ganz nebenbei noch der Kunstform Musikvideo zu ihrem Höhepunkt verholfen, als der Helikopter beim Pseudo-Live-Auftritt um Grönemeyers Piano auf (!) dem Förderturm der Zeche zirkelte.

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2. Bruce Springsteen – Thunder Road

„This town is full of losers and I’m pulling out of here to win!“ Mit diesen Worten endet Springsteens Manifest des angry young man. Und Clarence Clemons’ Saxophon setzt ein. Diese Töne stehen exemplarisch für alle Soli, die der Big Man in seiner Karriere gespielt hat. Und darin steckt mehr Leben als andere Künstler in ihr Gesamtwerk packen können.

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1. Leonard Cohen – Memories

Das Saxophon gilt heute als übersexualisiertes Instrument. Doch bevor der große Phallus des Pop den Hintergrund von Pornos beschallte, schrieb Leonard Cohen diesen Song. Und ein Solo wie ein einziger, gigantischer Orgasmus. Vom größten Sex-Poeten der Popgeschichte, garniert von Phil Spectors völlig größenwahnsinniger Überproduktion.

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