Der Begriff „Street Art“, also „Straßenkunst“, hat schon längst in der Kunstwelt Fuß gefasst und wird heute als ein seriöses Kunstgenre angesehen. Der französische Street Artist Philippe Echaroux geht aber noch einen Schritt weiter und kreiert das „Street Art 2.0“ – Die Straßenkunst wird bei ihm digital und auf Wände projiziert abgebildet. Sein neuestes Projekt spielt sich allerdings nicht in den Straßen großer Metropolen ab, sondern in der grünen Lunge der Erde: Im brasilianischen Regenwald. Sein „Auftraggeber“ ist kein Geringerer als Almir Narayamoga. Er ist der Häuptling der Surui, einem Volk, dass im Amazonas lebt.

 Die digitalen Projektionen Echarouxs zeigen die Gesichter der Stammesangehörigen der Surui und sollen auf das gut und gerne ignorierte Problem der Abholzung des Regenwaldes aufmerksam machen. Denn die beleuchteten Bäume, Lianen und Pflanzen sind die letzten Zufluchtsorte und Wohngebiete des indigenen Volkes. Mit „Street Art 2.0“ wird auf das Problem in der respektvollsten und vielleicht auch wirkungsvollsten Weise aufmerksam gemacht.

Credits: Philippe Echaroux

Video:

Première Mondiale: du Street Art au coeur de la Forêt Amazonienne – World First Street Art in the Rainforest (Short Version) from pays-imaginaire.fr on Vimeo.