Expò. Altavilla Vicentina, Vicenza, Ende der 90er geschlossen

Italienische Diskotheken und Tanzhallen waren die Gestalt gewordenen Symbole des ekstatischen Hedonismus der 80er und 90er-Jahre. Gigantische Tempel, die ganz selbstverständlich Antike und Futurismus zusammenbrachten und angefüllt waren mit den Versprechungen der Nacht.

Heute sind die meisten davon längst in Vergessenheit geraten, der Glanz ist dem Verfall gewichen und die Momente des Glücks hallen bestenfalls noch als Echo in den Köpfen der Besucher durch die verlassenen Räume. Der italienische Fotograf Antonio La Grotta reiste durch seine Heimat und lichtete eben jene Bauten ab, die scheinbar niemand abreisen will und nun langsam von der Natur zurückerobert werden.

Der Bildband mit dem schönen Titel Paradise Discotheque sammelt die Fotos, die dabei entstanden sind.

Woodpecker. Milano Marittima, Cervia, Anfang der 70er geschlossen

 

Maskò. Arquà Polesine, Rovigo, geschlossen 2008

 

La Nave. Tarsogno Torniolo, Parma, in den 80er-Jahren geschlossen

 

Ultimo Impero. Airasca, Torino, geschlossen 1998

 

Cesar Palace. Magliano Alpi, Cuneo, Ende der 90er geschlossen

 

Divina. Caraglio, Cuneo

 

Madrugada. Porto Viro,Rovigo, Mitte der 90er geschlossen

 

Alle Fotos © Antonio La Grotta