Kaum ein Land ist so akribisch gesichert und weltfremd wie der Militärstaat Nordkorea. Das Land östlich von China ist für seine diktatorische Politik und extreme Geschlossenheit gegenüber westlichem Tourismus und Weltdenken bekannt. Somit war es eine unglaubliche Chance und Ehre für den polnischen Fotografen Michal Huniewicz, als er als Teil einer ausgewählten, kleinen Gruppe für vier Tage lang das Land bereisen konnte. Natürlich nur mit ständiger Begleitung durch Polizeikräfte, die 24 Stunden den Besuchern nicht von der Seite gewichen sind.

Unter anderem wurde Michal für die Reise durch seinen familiären Hintergrund ausgewählt, der eng mit der sowjetischen Zeit im heutigen Weißrussland verknüpft ist. Wie der Fotograf es geschafft hat, den nordkoreanischen Alltag illegal mit seiner Kamera aufzunehmen, ist ein Rätsel. Doch entstanden sind Bilder, die exklusive Einblicke auf eine abgeschottete Nation bieten.