Kriminelle Banden sind in vielen nord- und südamerikanischen Staaten keine Seltenheit. Als Zeichen der Zugehörigkeit lassen sich die Gang-Mitglieder aggressiv wirkende Wörter und Symbole auf ihre Stirn tätowieren. Neben dem Gemeinschaftsgefühl soll die Körperkunst auch Macht und Einfluss ausdrücken. Doch für viele Aussteiger solcher Straßengangs stellen die Tattoos eine extreme Hürde bei der Etablierung in den normalen Alltag dar. Die Jobsuche wird erschwert und die Seriosität in Frage gestellt.

Mit seinem Fotoprojekt „Skin Deep“ wollte der amerikanische Fotograf Steve Burton zeigen, was hinter der Tattoo-Fassade von amerikanischen Gangstern steckt. Dafür fotografierte er Mitglieder einer Gang aus Los Angeles. Mithilfe von Photoshop retuschierte er mehr als 400 Stunden lang die Gangtattoos  von den Körpern weg. Das Ergebnis ist eine beeindruckende Vorher – Nachher Inszenierung, da die Gangmitglieder ohne ihre Körperkunst kaum wieder zu erkennen sind.

Credits: Steven Burton