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Die U-Bahn ist ein seltsamer Ort: In den Stoßzeiten zwängt man sich verdrießlich mit völlig fremden Menschen auf engstem Raum bei grell-künstlichem Licht zusammen und lechzt nach der nächsten Station, am Ende einer durchtanzten Nacht ist sie die Retterin des müden Körpers und auch sonst ist sie ein gesellschaftlicher Mikrokosmos, in dem allerhand passiert.

Auch Russ Rowland fährt oft U-Bahn. Der Fotograf porträtierte für seine Serie „Riders“ Menschen in der New Yorker U-Bahn. Seine schwarz-weißen Aufnahmen strahlen eine gewisse Melancholie und Ruhe aus, die Porträtierten blicken zumeist nicht direkt in die Kamera und sind in einem Moment der Arglosigkeit eingefangen worden. Wenn sie ihr Gegenüber und dessen auf sie gerichtetes Objektiv allerdings bemerken, entsteht ein ehrliches Porträt von schlichter Schönheit.

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Alle Bilder © Russ Rowland Photography