Tony Futura hat ein zwiespältiges Verhältnis zur Popkultur. Einerseits ist er als Art Director bei der Berliner Werbeagentur DOJO und junger Großstädter täglich ein reger Teil von ihr, andererseits kotzen ihn deren absurden Auswüchse mitunter ziemlich an.

Auch deshalb bedient er sich für seine Bilder am unerschöpflichen Fundus der popkulturellen Symbole, die er freimütig mit Material aus Kunst, Politik und Zeitgeschichte kombiniert und scheinbar Gegensätzlichem so einen neuen Twist verleiht. Seine Bilder fordern heraus. Weil sie eben nicht nur humorig, sondern auch kritisch sind und unsere eigene Position dazu infrage stellen.

Unter die Menge von Liebesbekundungen – auf Instagram hat Tony Futura mittlerweile über 90 000 Follower – mischen sich deshalb zwangsläufig auch die wütenden Stimmen von Leuten, die sich von seinen Arbeiten auf den Schlips getreten fühlen und und eine ganze Bandbreite von Vorwürfen gegen Tony abfeuern. Sexistisch, talentfrei, kein Respekt vor klassischen Kunstwerken und so weiter. Jemand warf ihm sogar mal vor, er würde den “animal holocaust” glorifizieren. Damit muss man erstmal klarkommen.

 

 

 

 

 

 

 

Alle Bilder © Tony Futura