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Eines Tages wurde Misao von einem vielstimmigen Mauzen in ihren Schuppen gelockt. Eine herrenlose Katze hatte dort über Nacht vier kleine weiße Kätzchen geboren und erholte sich gerade von den Strapazen der Geburt. Eines der Kätzchen stach besonders heraus: es hatte glänzend weißes Fell und zwei verschiedenfarbige Augen. Das eine war blau wie der Himmel über dem japanischen Dorf, in dem Misao wohnte, das andere orange wie die Glut in Misaos Ofen.

Sie taufte das Kätzchen Fukumaru, in der Hoffnung, dass der Gott des glücklichen Schicksals (Fuku) käme und alles leicht von der Hand ginge wie in einem vollendeten Kreis (Maru). Seit diesem Tag weicht ihr Fukumaru nicht mehr von der Seite. Keine Minute am Tag, die die beiden nicht miteinander teilen. Obwohl Misao mittlerweile 89 Jahre alt ist, geht sie noch immer auf die Felder vor das Haus und verrichtet dort ihr Tagwerk. Fukumaru begleitet sie und spendet der alten Dame Wärme und Zuneigung.

Ihre Enkelin Miyoko Ihara begann vor 12 Jahren erstmals damit, Fotografien vom Alltag ihrer Großmutter zu schießen. Als sich dann 4 Jahre später die folgenreiche Begegnung mit Fukumaru ereignete, kam Miyoko regelmäßig, um zu fotografieren. Daraus entstand 2011 ein Bildband, der sich zum meistverkauften Buch in Japan und einer Sensation in den USA entwickelte.

Bei Littlemore Books erschien dann Ende 2013 das zweite Kapitel der Geschichte von „Misao The Big Mama And Fukumaru The Cat“.

Misao the Big Mama and Fukumaru the Cat
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Alle Bilder © Miyoko Ihara/Littlemore Books