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Die Neigung der Mexikaner in absolut jeder Speise Chilis zu verarbeiten, führt bisweilen zu abenteuerlichen Geschmackserlebnissen. Das ungewöhnlichste darunter hatte ich mit der mole poblano. Mole ist eine dickliche, aus bis zu 75 (!) einzelnene Zutaten hergestellte Sauce, deren Hauptingredienzien ungesüßte Schokolade und die notorischen Chilis sind. Dass Süßen sich sehr gut mit Scharfem in Einklang bringen lässt, wussten schon die Azteken, auf die die ersten Rezepturen zurück gehen. Man übergieße nun also ein Stück Fleisch- am besten eignet sich Hühnchen- mit der Mole, serviere Reis, Tortillas und etwas Avocado dazu und stifte bei den Geschmacksknospen ordentlich Verwirrung der guten Art. Die beste Mole in Mexiko gibt’s übrigens in Puebla und Cholula.