Spätestens seit der neuen H&M-Kampagne ist klar: Frauen sind mehr als 90-60-90 und makellose Hülle. Immer mehr Fotografen, Künstler und Journalisten portraitieren ein authentisches Frauenbild, welches nicht aus den Hochglanz-Magazinen und Idealvorstellungen der heutigen Gesellschaft kommt. Laetitia Duveau ist eine davon. Neben ihrer Tätigkeit als DJane und Singer/Songwriterin hat sie die Plattform „Curated by Girls „ ins Leben gerufen, die Künstler aller Disziplinen mit facettenreichen Blickwinkeln auf die sogenannte „neue Weiblichkeit“ fördert.  Ob Männer in Ballettröckchen, Frauen während ihrer Menstruation oder mit Cellulite und Achselhaaren – hier geht es nicht um das projizierte Schönheitsideal, welches von Medien und männlichen Betrachtern bevorzugt wird. Hier regiert die Diversität, die Vielfalt der Weiblichkeit 2.0. So, wie Frauen sich selbst und andere sehen, ohne Photoshop und ungekünstelt.


Die Platform gibt es erst seit März dieses Jahres und hat jetzt schon internationale Aufmerksamkeit erreicht. Künstler aus Kanada, USA, England und vielen weiteren Nationen zeigen ihre Arbeiten auf der Platform. Die jeweiligen Künstler wählt Laetitia nach Aussagekraft ihrer Werke aus. „Was berührt mich? Wohinter sehe ich eine Message? Der Berühmtheitsgrad interessiert mich dabei wenig, es sollen unterschiedliche Perspektiven und Ansichten auf Curated by Girls vertreten werden“, so die Kuratorin. Auch schreibt sie Künstler auf sozialen Netzwerken wie Instagram an, wenn ihr Arbeiten besonders gut gefallen und durch diese angesprochen wird. Dabei ist wichtig, dass jeder Blickwinkel nebeneinander koexistieren soll, egal welchen Geschlecht oder welcher Nationalität der Künstler angehört. Weg von der Stereotypisierung, weg von der Einseitigkeit.


Im Oktober wird „Curated by Girls“ erstmals auch Offline eine temporäre Ausstellungsfläche bekommen, bei der die auf der Website präsentierten Künstler ihre Werke ausstellen und verkaufen können. Der Schauplatz für das Event ist die Kreativhochburg Berlin und wird vom 8. bis 9. Oktober im „Blender & Co“ stattfinden. Unter dem Namen „Freer in Berlin“ werden die Arbeiten von 26 Künstlern, vertreten auf der Website, zu sehen sein. Laetitia plant außerdem eine Ausstellung alle vier Monate, die sich mit immer unterschiedlichen Thematiken auseinandersetzen soll.

Scarlett Carlos Clarke

Julia de la Torre

Victoria Zeoli

Nelson Morales

Laurence Philomene

Rosaline Shahnavaz

Lea Arnezeder