Als uns der ungarische Fotograf Gábor Kasza, der in Budapest lebt und arbeitet, schrieb, seine neue Serie sei eine poetische Allegorie auf Beziehungen, waren wir beim Anblick der Bilder erstmal ein wenig irritiert. Eine graue Betonlandschaft sollte die Bühne sein, auf der ein Stück über Liebesbeziehungen aufgeführt wird?

Doch nach längerer Betrachtung und mithilfe des kurzen Statements des Fotografen, erschloss sich die Intention, die Gábor Kasza formuliert hatte. Diese grauen Umgebung erlaubt ihm nämlich nicht nur ein wirkungsvolles Spiel mit Licht und Schatten und verschiedenen Perspektiven, sondern lässt die Menschen, die er darin auftreten lässt, deutlich hervorstechen. Wie in einem Theaterstück erfüllt jedes Bild seine bestimmte emotionale Funktion und schreibt dadurch die Geschichte einer Beziehung mit.

 

GÁBOR AUF: