Das finnische Bildungssystem gilt als eines der fortschrittlichsten weltweit – jetzt wollen finnische Bildungsexperten einen extremen Schritt wagen: Bis 2020 sollen alle Schulfächer aus dem Lehrplan verschwinden. Adieu, Mathe, Physik und Französisch! Grund für den Sinneswandel ist die Feststellung, dass das Fächersystem, so wie wir es kennen, zu veraltet für das 21. Jahrhundert sei.

Die neue Reform bedeutet natürlich nicht, dass die Kinde und Jugendlichen nicht mehr zur Schule gehen müssen. Doch statt des typischen Frontalunterrichtes wird der sogenannte „Phänomen-Unterricht“ angestrebt, bei dem die Schüler anhand von Projektarbeiten und relevanten Themengebieten ihre Fähigkeiten erlernen sollen. So soll der zweite Weltkrieg interdisziplinär aus historischer, geografischer und mathematischer Perspektive behandelt werden.

Der „Phänomen-Unterricht“ soll  in seiner ganzen Form allerdings nur für Schüler der Oberstufe eingeführt werden. Doch auch Kinder der Grundschule und Mittelstufe sollen in einzelnen Projekten mit dem neuen System vertraut werden.