„Ein Sensationsfund“. So betitelt die deutsche Meeresbiologin Sandra Schöttner die neueste Entdeckung der Wissenschaft: Ein 9.500 qm großes Korallenfeld wurde im Mündungsgebiet des Amazonas entdeckt. Es ist zwischen 30 und 120 Meter tief und weist eine einzigartige Biodiversität auf: Fischarten, die nur in Korallenriffen vorkommen, wurden schon gesichtet, genauso wie vielerlei Schwämme.

Doch das neuentdeckte Riff schwebt in Gefahr: Die Erhaltung des Riffs kollidiert mit den Intentionen von großen internationalen Ölkonzernen, die hier ansässig sind. Aufgrund wirtschaftlicher Interessen ist der Umweltschutz im Amazonasgebiet schon lange eingeschränkt. Die Non-Profit-Organisation Greenpeace setzt sich deswegen stark gegen die Ölförderung rund um das Amazonas-Riff ein.