Als „Wolfskinder“ oder auch „wilde Kinder“ bezeichnet man die Kinder, die in der freien Natur zwischen Tieren aufgewachsen sind und ihre Kindheit ohne jegliche anderen Menschen verbracht haben. Die berühmtesten fiktiven Wolfskinder sind Tarzan und Mogli aus dem „Dschungelbuch“, doch es gibt auch reale Beispiele für diese unglaublichen Lebensgeschichten.

Als die Fotografin Julia Fullerton-Batten die Biografie des Wolfskindes Maria Chapman entdeckt hatte, ließ sie die Story des Mädchens nicht mehr los, die mit Kapuzineräffchen im kolumbianischen Dschungel aufgewachsen ist. Marinas Biografie inspirierte die Fotografin zur Recherche von weiteren Wolfskindern. Kurzerhand inszenierte sie mithilfe von Jungschauspielern in passenden Locations elementare Schlüsselszenen der unterschiedlichen Lebensgeschichten.

Ihre Fotoserie „Feral Children“ kann man vom 23. März bis zum 23. April auf dem FORMAT Festival in im Deda im britischen Derby sehen.

„Der Leoparden Junge“ – 1915 in Indien gefunden – konnte auf allen Vieren sich so schnell bewegen wie ein erwachsener Mann auf zwei Beinen

„Der Vogel Junge“ (Prava) – 2008 in Russland gefunden – wuchs in einem Raum voller Vogelkäfige auf

„Der Hühner Junge“(Sujit) – 1978 auf Fiji entdeckt – wuchs in einem Hühnerstall auf

Oxana Malaya – 1991 in der Ukraine gefunden – lebte fünf Jahre mit Hunden zusammen

Ivan Mishukov – 1998 in Russland entdeckt – lebte zwei Jahre mit Hunden zusammen

Madina – 2013 in Russland entdeckt – lebte mit Hunden bis zu ihrem dritten Lebensjahr

Titelbild: Maria Chapman