„Der Klimawandel ist eine Lüge.“ Mit dieser Aussage schockierte der neue US-Präsident Donald Trump die Welt. Nach seinem Wahlsieg und Einzug ins Weiße Haus wurden von der offiziellen Regierungsseite des Weißen Hauses, whitehouse.org, sämtliche Informationen und politische Strategien gegen die globale Erderwärmung gelöscht.

Doch die Verleumdung der Klimaerwärmung ist unmöglich, wie die Bilder des Fotografen Timo Lieber beweisen. Dieser fotografierte die schmelzenden Polkappen in kleinen Hubschraubern und Flugzeugen während seiner Reise durch Grönland, der größten Insel der Erde. Auf seinen Bildern wird die steigende Anzahl von kleinen Seen und Wassermassen deutlich.

Denn die faszinierende Seenlandschaft trügt: Hinter den kristallblauen Gewässern verbirgt sich die traurige Wahrheit der Eisschmelze, die von Jahr zu Jahr beängstigende Zahlen hervorruft. So sind zwischen 2004 und 2015 jährlich 272 Milliarden Tonnen Eis geschmolzen. Zahlen, die nur von der Katastrophe erahnen lassen, wenn der Klimawandel weiterhin als Falschaussage gesehen wird.

In den Bildern von Lieber treffen beeindruckende Farbenspiele und perfekte Symmetrien auf die katastrophale Umweltsituation und hinterlassen einen bittersüßen Nachgeschmack beim Betrachter. Fotografien, von denen man die Augen nicht abwenden will – und doch im Hinterkopf weiß, dass sie der reale Beweis für den Treibhauseffekt sind.

Timo Lieber stellt seine Grönland-Fotografien unter dem Namen „THAW“ in der Bonhams Galerie in London vom 20. – 23. Februar aus.

Credits: Timo Lieber / THAW