Etwa 350 Millionen Menschen gehören weltweit einem indigenen Volk an. Aufgrund von Werten der „modernen Welt“, wie z.B. Sesshaftigkeit, Digitalisierung und Stadtleben sinkt die Anzahl der Naturvölker und Nomaden beständig.

Die Dukha, eine Volksgruppe in der Mongolei, sind einer der wenigen Stämme, die sich noch nicht an die westliche Welt angepasst haben. Ihr Name bedeutet aus dem Mongolischen übersetzt „Die, die Rentiere haben“. Die Dukha sind tatsächlich eine der letzten indigenen Volksgruppen, die nomadisch mit Rentieren leben. Ähnlich wie die Tuareg in Nordafrika ziehen die Dukha mit ihren Rentieren durch die Steppen der Mongolei.

Ursprünglich kam das Volk aus dem sibirischen Tuva, doch aufgrund des 2. Weltkrieges, in dem Russland involviert war, flohen die Indigenen in die Mongolei. Heute leben nur noch 44 Familien bzw. 200-400 Menschen die traditionelle Lebensweise.

Die Dukha sind der Auffassung, dass sie eine spirituelle Verbindung zu Tieren haben. Neben Rentieren trainieren sie auch Wölfe und Adler. Das Volk finanziert sich vor allem durch Einnahmen aus dem Tourismusbereich.

Der Fotograf Hamid Sardar Afkhami ist in die Mongolei gereist und hat den Alltag der Dunkha in seinen Bildern eingefangen. Die besondere Verbindung zwischen den Wildtieren und dem indigenen Volk birgt eine magische Atmosphäre.