Im südostasiatischen Staat Vietnam leben ca. 54 verschiedene Ethnien und Völker. Viele davon leben weitestgehend zurückgezogen, sodass Touristen und Besucher die Völkergruppen nicht zu Gesicht bekommen können. Der französische Fotograf Rehahn hat schon früh seine Leidenschaft fürs Fotografieren und für das asiatische Land bekommen und lebt seit mehrere Jahren mit seiner Familie in Hoi An,  einer Stadt im Landesinneren.

Neben wunderschönen Landschaften und Alltagsszenerien hat er sein bisher größtes und für ihn wichtigstes Fotoprojekt, „The Precious Heritage Collection“ vor ungefähr fünf Jahren gestartet. Für diese Fotoserie portraitiert er die letzten indigenen Völker Vietnams. Oft begibt sich der Fotograf auf mehrtägige Reisen, um überhaupt erst das Dorf des jeweiligen Volkes ausfindig zu machen. Viele Bewohner sind außerdem nicht an westliche Besucher gewöhnt und reagieren oft misstrauisch auf sein Erscheinen, sodass er erst das Vertrauen der Ureinwohner gewinnen muss, bevor er sie fotografiert.

Aufgrund der mangelnden Information über die Lokalisierung und Existenz vieler Völker nimmt Rehahn an, dass er für die 14 verbliebenen Völker, die er noch nicht vor die Linse bekommen hat, mindestens noch zwei Jahre braucht, um sie alle ausfindig zu machen. Ziel seines Projektes ist es, die Aufmerksamkeit auf die langsam verschwindenden Völker zu richten und die Relevanz des kulturellen Erbes der indigenen Völker hervorzuheben.