Syrienkrieg, Brexit und vor wenigen Tagen das Attentat in St. Petersburg: Politische Spannungen haben einen festen Platz in unserem Alltagsleben und scheinen sich mehr und mehr zu häufen. Dies bestätigt auch die Analyse des Kreditversicherers Coface: Für die Investmentberatung seiner globalen Kunden stellte die Firma ein Team aus internationalen Ökonomen und Wissenschaftlern zusammen, die den sogenannten „Index der politischen Risiken“ für 159 Länder erstellt haben. Die Länder wurden anhand der Hauptkriterien Sicherheit (u.a. Konflikte und Terrorismus) und politisch-sozialer Stabilität analysiert.

Grundsätzlich erhöht sich das Konfliktrisiko stetig, von 2007 bis 2015 hat es sich sogar verdoppelt. Besonders die Gefahr des Terrorismus ist seit 2008 um das 2,8-fache gestiegen. In Kriegsgebieten wie Afghanistan, Irak und Syrien liegt der Indexwert bei 100%. Doch auch die Türkei ist im letzten Jahr bis zu 59,8 % gestiegen – ab 60% gilt ein Land als „sehr politisch riskant“.

Doch auch westliche Länder sind von der globalen politischen Unruhe betroffen: In der Kategorie „Populismus“ erreichen Großbritannien und Frankreich jeweils Werte über 70%. Deutschland liegt bei 27%.
Das Land mit den wenigsten politischen Risiken ist der kleine Inselstaat Island. Hier liegt der Wert bei nur 9,5%.

via die Welt