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Aus dem Koma erwachen, Kopf im Kissen vergraben, halbe Stunde schlummern, iPhone in die Hand nehmen, erste E-Mails lesen und nicht beantworten, Instagram Feed durchscrollen, irgendwann aufstehen. In die Küche taumeln, Kaffeemaschine anschmeißen, Kaffee zur Hälfte trinken, Klamotten raussuchen, ab ins Bad, den Nackedai raushängen lassen, duschen, Zähne putzen, anziehen. MacBook anwerfen, Kippe drehen, rauchen, bei Facebook reinschauen, E-Mails beantworten, kalten Kaffee austrinken. Bei gutem Wetter auf dem Weg zur Arbeit dann noch einen Flat White im Passenger Espresso ziehen. Büro, Arbeit, Feierabend, es folgt ein offenes, variables Ende des Tages. Repeat.

Meine tägliche Routine beschreibt meine Persönlichkeit ziemlich gut. Denn mein altes Ich aus vergangenen Wiesbadener und Mainzer Zeiten hat mich bis zum heutigen Tag prägend beeinflußt. Aufgewachsen am beschaulichen Hafen von Wiesbaden hatte ich 27 Jahre lang nie das Bedürfnis, die beschauliche und limitierte Landeshauptstadt zu verlassen — und schon gar nicht nach Berlin ziehen. Die Routine wurde zur Routine, ich lebte sorglos vor mich hin im täglichen Kampf gegen die Langeweile. Bis sich 2010 die spontane Möglichkeit ergab, die große weite Welt zu entdecken und einen lebensveränderten Einschnitt zu wagen: Denn Berlin bzw. i-ref klopfte nach dem Studium an die Tür und ich dachte mir „wieso eigentlich nicht, wenn nicht jetzt, wann dann?“

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Balken_dünn

Also Sachen gepackt, Eltern verabschiedet, Freunde zurückgelassen, ab nach Berlin. Seither lebe ich in dieser atemberaubend erscheinenden, oberflächlichen Seifenblase, betreibe seit 2008 den Lifestyle Blog electru.de, fotografiere aus Leidenschaft und bereise die wundersame Erde, so oft wie möglich, sofern es die Zeit hergibt. Und bevor ich den Faden verliere und ausschweife, kurz noch mal zurück zum Thema. Denn eine Sache hat sich durch den Schritt nicht geändert bzw. wieder eingependelt: Denn mein Leben ist wie mein Alltag. Eher gewöhnlich, unspektakulär und ab und an auch langweilig. Aber so bin ich im Jahre 2015 offensichtlich – gesetzt, erwachsen und ruhig(-er) geworden. 

Mit einzelnen Ausreissern.

#irefDASBINICH
Unter #irefDASBINICH wird sich förmlich vorgestellt. Was treibt dich an, worauf stehst du, wie verbringst du deinen Tag?

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