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Steps (Number 03), 2011

Anfangs war es nur eine vage Ahnung, mit der Curran Hatleberg vor einigen Jahren in sein Auto stieg und losfuhr. Angetrieben wurde er von der Neugierde, dieses Gefühl der absoluten Freiheit eines Roadtrips, das in so vielen Büchern und Filmen romantisiert wird, am eigenen Leibe zu spüren. Er reiste ziellos, ließ sich von seiner Intuition leiten, endete nicht selten in einer Sackgasse. Seit diesem Tage fuhr er mindestens fünf Mal zwischen West- und Ostküste hin und her, im Zickzack durch ein Land, das er von Mal zu Mal besser kennen lernte.

„When I started I was interested in looking for some sort of shared familiarity and human contact in a country I called home but I didn’t know much about.“

In dieser Zeit entstanden die Serien „The Crowded Edge“ und „Dogwood“. Obwohl die Fotos daraus um die soziale Realität abseits des „American Dream“ kreisen und durchaus als gesellschaftliche Landmarken gelesen werden können, möchte Curran Hatleberg sie von einer räumlichen Verortung trennen, um bestehende Vorurteile und Stereotype nicht weiter zu befeuern. Vielmehr soll dem Betrachter ein imaginativer Raum gewährt werden, in dem das Foto den kleinsten Teil einer ganzen Narratologie darstellt.

„A photograph is one second. It’s just the middle of a bigger story. They’re silent.“

Seine Fotografien sind ein unsentimentaler und doch persönlicher Blick auf die komplexe, von Widersprüchen geprägte, strapazierfähige amerikanische Gesellschaft, die den vielbeschworenen Traum zumindest zeitweise an den Nagel gehangen hat.

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Adrien, 2011

 

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Path (Red Dress), 2011

 

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Riverfront, 2012

 

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Meeting, 2011

 

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Couple, 2011

 

Alle Bilder © Curran Hatleberg