So schön und komplex die Natur auch ist, so zerbrechlich und verwundbar ist sie doch gleichzeitig, wenn die Koexistenz des Menschen mit seiner Umwelt aus der Balance gerät. Der spanische Fotograf Daniel Beltrá hat es sich zur Aufgabe gemacht, uns zu zeigen, wie nahe freigiebige natürliche Schönheit und menschengemachte Verwüstung beieinander liegen.

In großformatigen Bildern, die meistens aus der Luft aufgenommen wurden, dokumentierte er die unberührt scheinenden Eisfelder Grönlands, die wilden Flüsse Islands und die atemberaubenden Eislandschaften der Pole genauso wie die verheerende Abholzung der brasilianischen Amazonaswälder oder die Havarie der Bohrplattform Deepwater Horizon, bei der 2010 bis zu 1 Million Tonnen Öl in den Golf von Mexiko strömten und die schwerste Umweltkatastrophe dieser Art in der Geschichte auslösten.

Die schreckliche Schönheit der Ölteppiche, die infolge dessen bis an die amerikanische Küste gespült wurden, fasste Beltrá in dem Buch „SPILL“ zusammen. Seine Mahnung lautet: Die Ressourcen dieser Erde sind endlich und es liegt an uns, die Schönheit der Natur zu bewahren.

 

 Iceland’s Ölfusá River flows towards the Atlantic, July, 2014.

Amazon rainforest. A fallen castaña tree lies in a soy field cleared from Amazon rainforest outside of Santarem, Brazil, September, 2013.

The very end of the Sermeq Kujalleq glacier floats into the Kangia bay 50km east of Ilulissat, Greenland, August, 2014.

Piles of rock and fill dirt are deposited to create a level surface for the Belo Monte dam project near Altamira in Para state, Brazil, September, 2013.

 Shards of ice float in a seasonal meltwater lake atop the Greenland ice sheet, August, 2014.

A plume of smoke rises from a burn of collected oil, May, 2010.

Meltwater pools within crevasses created by the melting and subsequent stretching of the Greenland ice sheet, 60km east of Ilulissat, August, 2014.

BP Deepwater Horizon oil spill, Gulf of Mexico, May, 2010.

 

Alle Bilder © Daniel Beltrá

 

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