Wakie .001
Partner_Balken_dünn

Apps sind dazu da, unser Leben bequemer, schneller, informierter, sozialer und spaßiger zu machen. So zumindest die gängigen Motive hinter dem Download oder Kauf. Dass es in diesem unendlichen Kosmos aber auch genügend Apps gibt, bei denen man sich fragt, was zur Hölle die Entwickler geritten hat, als sie sich zusammensetzten, um eine „unique“ Idee zu ersinnen, liefert uns den Anlass, daraus einfach eine Serie zu machen. Wir präsentieren: Apps, die keiner braucht.

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Den Anfang macht eine App, die nicht nur richtig sinnlos ist, sondern obendrein noch verdammt creepy. Wakie, so der Name dieses Teufelswerks, funktioniert eigentlich wie ein Wecker, nur dass zur Weckzeit nicht irgendeine nervige Melodie ertönt, sondern ihr von einem Wildfremden aus der „Wakie-Community“ angerufen werdet.

60 (in Worten SECHZIG) Sekunden lang seid ihr dann der Willkür des Anrufers ausgesetzt. Entweder ihr habt Glück und werdet Zeuge einer einminütigen Kreativitätseruption oder ihr blickt ganz tief in die Abgründe der menschlichen Psyche. Nach Ablauf der Zeit wird das Gespräch unterbrochen und man selbst steht wahrscheinlich nassgeschwitzt aufrecht im Bett. Seinen Zweck erfüllt die App also.

Schon der Grundgedanke, das Wecken zu einem sozialen Erlebnis zu machen, ist in so vieler Hinsicht falsch. Der Wecker ist ein Hassobjekt, das den seligen Schlaf unwirsch beendet, diese Eigenschaft ist ihm eingeschrieben. Und doch scheint es einen Haufen Leute zu geben, die nervlich stark genug sind, sich morgens von Fremden aus dem Schlummer reißen zu lassen, denn die „Wakie-Community“ zählt schon 1,5 Millionen (!!) Mitglieder.

Meine Reaktion hingegen wäre in etwa so:

 

via SLEAZE